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So geht's! - Ein Editorial schreiben

geschrieben am 27. Juli 2017 in der Kategorie Tipps.

Jedes gute Magazin hat eins - ein Editorial! Das Editorial ist das Vorwort, das der Herausgeber oder Chefredakteur einer Zeitschrift formuliert und jeder Ausgabe voranstellt. Klar, dass deine selbst gestaltete Hochzeitszeitung oder Geburtstagszeitschrift auch eines braucht, oder? - Aber wie schreibt man so ein Editorial eigentlich?

Was ist ein Editorial?

Wenn du dein Lieblingsmagazin oder eine andere Zeitschrift aufschlägst, dann erwartet dich auf den ersten Seiten in der Nähe des Inhaltsverzeichnisses oder des Impressums eigentlich immer ein Vorwort. Dieses ist vom Herausgeber des Heftes oder vom Chefredakteur verfasst und ein sehr persönlich gefärbter Text. Das bedeutet, dass es in einer Zeitschrift, die neutral bzw. allgemein oder eher "unpersönlich" berichtet wird, hier ein bisschen persönlicher und direkter werden darf.

Hier ist der einzige Ort in einem Magazin, an dem jemand aus der Redaktion direkt zu den Lesern spricht und ihnen etwas "erzählen" kann. Es ist also auch eine schöne Kommunikationschance für die Redaktion.

Neben dem Editorial ist immer auch ein Foto des Chefredakteurs bzw. des Herausgebers abgebildet. Oft ist es ein Foto, das mitten aus dem Leben zu sein scheint, statt eines ernsten Bildes, das an ein Bewerbungsfoto erinnert. Es passt zur persönlichen Note und zum Ton des Vorwortes.

Was steht darin?

Der Inhalt eines Editorials ist immer sehr persönlich gefärbt. Es können kleine Anekdoten sein, die mit dem Inhalt der Ausgabe zusammenhängen oder eine persönlich gefärbte Meinung des Chefredakteurs oder des Herausgebers zu einem bestimmten Thema - auch das steht natürlich in Zusammenhang mit dem Inhalt des Magazins.

Oft wird ein inhaltlicher Bogen geschlagen von einem sehr persönlichen Thema hin zur Zeitschrift. In einer Frauenzeitschrift schreibt die Chefredakteurin vielleicht von ihrer persönlichen Beziehung zu Paris und der französischen Lebensart und leitet dann über zur Reisereportage über Paris oder zur Modestrecke, die dem französischen Stil gewidmet ist.

Am Schluss des Editorial darf ein persönlicher Gruß nicht fehlen, der Lust darauf macht, durch das Heft zu blättern und die entsprechenden Artikel zu lesen.

So schreibst du dein eigenes Editorial

Auch in der Hochzeitszeitung, die du für deinen Bruder und seine Frau gestaltest,  in der Geburtstagszeitung für deine Mutter oder der Abschiedszeitschrift für deine Lieblingskollegin ist ein persönliches Vorwort, ein Editorial gut aufgehoben.

Hier hast du die Möglichkeit, den Beschenkten direkt anzusprechen. Du kannst ein paar persönliche Worte zum entsprechenden Anlass formulieren und dich auf eure gemeinsame Geschichte beziehen, beispielsweise kurz auf gemeinsame Erlebnisse anspielen. In einer Hochzeitszeitung könntest du etwa erzählen, wie du dich an das erste Aufeinandertreffen mit dem Partner deiner Freundin erinnerst. Auch persönliche Glückwünsche finden hier einen guten Platz! Denke auch unbedingt an ein schönes Foto von dir.

Ein Editorial kann auch aus der Perspektive einer ganzen Redaktion verfasst sein. - Dann wäre es natürlich auch schön, wenn alle Mitglieder der Redakttion der Zeitschrift auf dem Foto abgebildet sind bzw. viele kleine Fotos der Redaktionsmitglieder zu einer Collage zusammengefügt sind.

 

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