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6 Tipps, wie Du die richtigen Fotos für Deinen Artikel findest!

geschrieben am 11. August 2016 in der Kategorie Tipps.

Wusstest Du, dass unser Gehirn Bilder 60.000-mal schneller verarbeitet als Text? Aus diesem Grund bleiben wir eher an einem Artikel mit vielen Fotos hängen, wenn wir durch eine Zeitschrift blättern. Die bunten Bilder erlangen unsere Aufmerksamkeit viel rascher als ein langer Text, da wir schneller zuordnen können, worum es geht. Dieses Geheimnis kannst Du Dir zunutze machen, um Deine Reportagen und Interviews besonders interessant zu machen. Aber wie wählst Du die passenden Bilder für Deine Artikel aus?

Tipp 1: Erzähle die richtige Geschichte

Wenn Du Bilder und Text kombinierst, wird die Botschaft Deines Artikels 60-mal besser verstanden als wenn Du nur Text verwendest. Es ist jedoch wichtig, dass die Fotos, die Du ausgewählt hast, zu Deiner Geschichte passen und die Botschaft Deines Artikel unterstützen. Ein Beispiel: Wenn Du eine Reportage darüber schreibst, wo man am besten seinen Sommerurlaub verbringt, solltest Du dabei nicht die Fotos vom letzten Skiurlaub verwenden. Deine Leser bekommen sonst schnell das Gefühl, dass an Deinem Bericht etwas nicht stimmt. Da passen Fotos vom letzten Badeurlaub auf Mallorca besser. - Klingt logisch, oder?

Wenn Du einige Fotos zusammengetragen hast, die zu Deiner Geschichte passen, hast Du die Qual der Wahl: Welche der Fotos sind am besten geeignet? Schau Dir doch einmal diese Reportage aus unserer neuen Hochzeitszeitungsvorlage an:

Vorlage für eine Hochzeitszeitung

Auf den ersten Blick erkennst Du an den Fotos, dass es in diesem Artikel ums Reisen gehen muss. Schließlich springen Dir die exotischen Fotos direkt ins Auge. Malte und Hannah, für die diese Hochzeitszeitung erstellt wurde, haben auf ihrer Reise nach Nepal viele Fotos geknipst. Hannahs Mutter Regina, die diesen aufregenden Urlaub für die beiden in einer Reportage festgehalten hat, musste aus einer wahren Fotoflut genau die richtigen Fotos wählen. - Wie hat sie das gemacht?

Tipp 2: Schreibe zuerst den Text

Bevor Regina die Fotos für den Artikel auswählte, schrieb sie den Text. Das tat sie aus einem einfachen Grund: Die Anzahl und die Größe der Fotos kann man jederzeit leicht ändern. Einen Text einzukürzen oder zu verlängern fällt Dir bestimmt genauso schwer wie uns. Deswegen unser Tipp: Mach’s wie Hannahs Mutter! Schreibe erst Deinen Text, füge ihn auf die Seite im Online Editor ein und passe Schriftgröße sowie -art an. Jetzt siehst Du genau, wie viel Platz Du noch für Fotos übrig hast. Bei der Auswahl der Bilder solltest Du noch ein paar andere Punkte beachten:

Tipp 3: Weniger ist mehr

Bei der Anzahl der Fotos gilt: Less is more - weniger ist mehr. Schau Dir mal diese beiden Seiten im Vergleich an:

Zwei Seiten im Vergleich

Bei der linken Seite hast Du bestimmt auch das Gefühl, dass sie zu voll ist. Bilder sind gut. Zu viele Bilder sind jedoch zu viel des Guten. Deswegen ist es besser, wenn Du Dich bei der Anzahl der Fotos auf ein paar beschränkst. Diese sollten dann jedoch besonders schön und in einer hohen Auflösung sein.

Tipp 4: Verwende große Fotos

In unserem Beispiel oben ist Reginas Text vergleichsweise kurz. Sie hatte also genug Platz für mehrere große Fotos, die zum Thema passen. Bilder vom Urlaub hatte sie genug. Aber welche passen am besten zum Text? Regina hatte zum Glück alle Fotos, die Hannah mit ihrer Kamera geschossen hatte, von ihrer Tochter bekommen. Außerdem hatte Malte Fotos mit seinem Handy gemacht und die schönsten noch vom Urlaubsort aus per Whatsapp an Freunde und Verwandte geschickt. Ein Foto von ihrer Tochter im Sonnenuntergang fand Regina besonders schön und wollte es auf jeden Fall in der Hochzeitszeitung verwenden. Es gab jedoch ein kleines Problem: Damit die Fotos schneller verschickt werden können, wurden sie automatisch verkleinert. Dadurch war die Auflösung der Fotos nicht mehr hoch genug, um sie im Editor zu verwenden. Diese Fotos schieden also aus. Auch Du solltest bei der Auswahl der Fotos darauf achten, dass nur Fotos in einer hohen Ausflösung verwendest, damit sie in der gedruckten Zeitschrift gut aussehen! Ob die Auflösung eines Fotos hoch genug ist, erkennst Du im Editor an den gelben Sternen.

Tipp 5: Die richtige Farbwahl

Hannahs Mutter entschied sich also dafür, nur die Fotos von Hannahs Kamera zu verwenden. Das hat neben der hohen Auflösung den Vorteil, dass sich die Fotos in ihrer Farbqualität ähneln. Je nach Einstellungen der Kamera kann es nämlich sein, dass sie die Farben des Fotomotivs anders einfängt. Wenn Du verschiedene Fotos eines Motivs hast, die mit verschiedenen Kameras geschossen wurden, kann es tatsächlich sein, dass sie farblich nicht zusammen passen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile einfache Onlineprogramme, mit denen sogar Einsteiger Fotos leicht bearbeiten und aneinander anpassen können.

Für die Urlaubsreportage in der Hochzeitszeitung hat Regina Fotos gewählt, die draußen in der Natur gemacht wurden. Die Bilder passen deshalb so schön zueinander, weil sich in ihnen ähnliche Farben wiederfinden: grün, blau und braun. Den olivgrünen Infokasten und die ockergelbe Überschrift hat Regina farblich an die Fotos angepasst. Dazu hat sie die Pippettenfunktion im Editor benutzt und eine Farbe aus den Fotos ausgewählt. So erhält die Seite ihren schönen einheitlichen Look.

Tipp 6: Auf die Perspektive kommt es an

Aber nicht nur die Farbpalette, auch die Perspektive Deiner Fotos ist wichtig. Für die Reportage benutzt Regina einen schönen Mix aus Panorama-, Ganzkörper- und Detailfotos. Die verschiedenartigen Aufnahmen haben auf uns unterschiedliche Wirkungen:

Panorama

Panaoramaaufnahmen macht man meist von Landschaften. Sie eignen sich besonders gut, um die Atmosphäre oder Stimmung einer Situation einzufangen, damit der Betrachter sich einen guten Überblick verschaffen kann. Ein Panorama sieht besonders toll aus, wenn man es über eine Doppelseite zieht:

Panorama als Spread

Ganzkörperaufnahmen

Ganzseitiges Foto

Damit die Urlaubsreportage zwischen all den anderen Beiträgen in der Hochzeitszeitung auch schön auffält, hat Hannahs Mutter eine sommerliche Ganzkörperaufnahme des zukünftigen Brautpaars ganzseitig als Eyecatcher platziert. So war jedem sofort klar, worum es in diesem Artikel geht: Hannah und Malte im Urlaub. Dein Hauptmotiv sollte immer den größten Teil des Bildes einnehmen, damit Dein Leser auf den ersten Blick erkennt, was der wichtigste Bestandteil des Fotos ist. Manche Fotos beschneidest Du deshalb besser, um Dein Hauptmotiv in den Fokus zu rücken.

Detailfotos

Nahaufnahmen von Gesichtern oder Details machen Deinen Artikel erst richtig interessant! Denn sie zeigen Kleinigkeiten, die dem normalen Betrachter unter Umständen entgehen könnten. Die richtigen Detailaufnahmen unterstützen Deine Botschaft! Regina benutzte zum Beispiel die Nahaufnahme der Buddhafigur, um zu zeigen, dass Hannah und Malte im Nepalurlaub eine neue Kultur kennengelernt und viele neue Eindrücke gesammelt haben.

Jetzt bist du dran!

Noch einmal kurz zusammengefasst. Bei der Auswahl der Fotos für Deinen Artikel solltest Du auf Folgendes achten:

  • Wähle Fotos, die zu Deinem Thema passen.
  • Schreibe erst den Text, damit Du weißt, wie viel Platz für die Bilder bleibt.
  • Verwende lieber weniger, dafür größere Abbildungen.
  • Benutze Fotos mit hoher Auflösung.
  • Wähle Bilder, die farblich zusammen passen.
  • Benutze einen Mix aus Panorama-, Ganzkörper- und Detailfotos.

Mit diesem Tipps sollte es für Dich jetzt kein Problem sein, die passenden Bilder für Deinen Artikel auszuwählen. Solltest Du doch einmal zweifeln, ob ein Foto geeignt ist, schick uns einfach eine E-Mail. Wir helfen immer gern weiter.

 

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